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Silvester auf Mallorca

Feiern bis weit in den Januar



Die Silvesternacht, in Spanien „Noche Vieja“ (die alte Nacht) genannt, wird traditionell in der Familie begangen. Man trifft sich zu einem opulenten Mahl und erst in den frühen Morgenstunden gehen die jungen Leute aus. In Palma de Mallorca mit seiner Vielzahl an Zugereisten, die nicht mit ihrer Familie feiern können, ist das Angebot der Feiermöglichkeiten groß: Restaurants und Hotels, die Silvestermenüs anbieten, aber auch Open Air gibt es einige Feierlichkeiten, traditionell auf der Plaza Cort vor dem Rathaus Palmas.

Aber egal, auf welche Art man den letzten Abend des Jahres begeht, ein Ritual darf bei keinem Spanier ausbleiben: Um Mitternacht wird zu jedem Uhrenschlag eine Weintraube verzehrt - dies soll Glück bringen. Wer keine frischen Trauben zur Hand hat, kauft im Supermarkt eine Dose, die praktischerweise gleich je zwölf Früchte enthält. Doch Vorsicht: Gerade diese Trauben können recht glitschig sein und man kann durchaus in Zeitnot geraten, wenn man mal eine nicht rechtzeitig auf die Gabeln gespießt bekommt.

Das in Deutschland so typische Feuerwerk mit vielen Knallern spielt auf Mallorca keine so große Rolle. Dafür gibt es einen anderen durchaus attraktiven Brauch: Die Unterwäsche in der Silvesternacht muss bei Männlein und Weiblein rot sein! Hiermit hoffen die Spanier, die Weichen für ein glückliches Liebesleben im neuen Jahr zu stellen.

Doch auch nach Silvester geht das Feiern auf Mallorca weiter, denn am 20. Januar wird der Namenstag des Heiligen Sebastian, dem Schutzpatron Palmas, mit einer Festwoche gefeiert. Die Geschichte besagt, dass Sebastian die Stadt Palma zu Zeiten der Pest vor dem Schwarzen Tod geschützt hat und wird deshalb bis heute verehrt.
Die heutigen Feierlichkeiten beginnen bereits am Abend des 19. Januar. Zehntausende strömen dann in die Hauptstadt, um mit Livemusik und Barbecue auf allen großen Plätzen zu feiern und bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen. Am eigentlichen Namenstag von

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