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Die Baleareninseln feiern bald wieder die Johannisnacht

Ein Erlebnis - die "Noche de Sant Joan"



Die “Noche de Sant Joan” (Johannisnacht) ist ein spannendes Fest im Kalender der Balearischen Inseln. Am 23. Juni ist es wieder soweit. In vielen Städten, Dörfern und v.a. an den Stränden rund um Mallorca und Ibiza wird diese Nacht zelebriert.

Hintergrund des Festes ist die Ehrung von Johannes dem Täufer, der in Judäa geboren und im Alter von 27 Jahren auf Verlangen von Salome, der Tochter der Herodias, enthauptet wurde. Das Fest wurde nach der Christianisierung Europas häufig mit der Sommersonnenwende verbunden, die von jeher mystische Ausstrahlung besaß.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten auf den Balearen steht das Feuer. Tänze um das Johannisfeuer, aber auch Reinigungsrituale, gehören zum Brauchtum, das in dieser Nacht, wenn der Tag am längsten und die Nacht am kürzesten ist, gepflegt wird.

Dazu versammeln sich die Inselbewohner meist am Strand, wo sie mit Decken und Picknick und bei sommerlichen Temperaturen, Kerzenschein und Lagerfeuern die Nacht geniessen. Auch auf den Dorfplätzen werden Feuer angezündet und die Menschen erfreuen sich an Musik und Tanz.

Der mystische Augenblick vollzieht sich um Mitternacht, dem Moment, an dem man sich dem Ritual der Reinigung durch das Feuer unterzieht. Traditionsgemäß wirft man etwas Altes in das Feuer. Oder aber einen Zettel, auf dem man alles, was man in seinem Leben ändern möchte, notiert hat. Damit diese Wünsche in Erfüllung gehen, muss man während der Zettel brennt, drei aufeinander folgende Sprünge über das Feuer machen. Ein anderer Brauch sagt, dass ein Zettel beschrieben mit allem Schlechtem um Mitternacht verbrannt werden muss während man eine halbe Frucht isst, die andere Hälfte der Frucht trägt man danach mit einem Zettel beschrieben mit guten Wünschen und Träumen hinaus ins Meer.

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